CONSUELA

rote gitarren

tage  die kleine wellen zaubern in den sand
in denen man wie ein schiff liegt
die hand erhoben zum mast zum gruß
lebe wohl in den gedanken  consuela
  
im meer des sandes setz ich meine segel
spann sie zum himmel in den flug der vögel
füll sie mit erinnerungen 
consuela 
  
die sonne war es  die uns kleider webte
das meer war ausgetrocknet aber lebte
so lebe wohl in den gedanken
consuela
  
sand verschüttet unsre spuren 
consuela
wind verweht die letzten worte
unauffindbar weit
doch unsere gedanken treffen sich
im mittelpunkt der dünen irgendwo
dieser punkt bleibt dir und mir
unauffindbar ist der platz
bis der wind nach hundert jahren
ausgräbt unsern schatz
und trägt ihn über alle 
menschen hin
ein kleiner hauch 
und wir darinnen auch

mit dem sand der sich auf diese tage legt
mit dem traum der manchmal noch die haut erregt
lebe wohl in den gedanken
consuela
  
dieser punkt bleibt dir und mir
unzugänglich ist der platz
bis der wind nach hundert jahren
ausgräbt unsern schatz
und trägt ihn über alle 
menschen hin
ein kleiner hauch 
und wir darinnen auch
  
meer du kannst dich noch so sehr mit wasser füllen
salzig wasser kann so einen durst nicht stillen
lebe wohl in den gedanken
consuela


kurt demmler (nach dzikowski)


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